Die Kokusai Budoin, International Martial Arts Federation (IMAF) besteht aus den folgenden 7 Disziplinen, von denen jede einzelne tief in den Traditionen der klassischen japanischen Kampfkünste verwurzelt ist:

 |  Judo |  Kendo |  Karatedo |  Aikido | - |  Iaido |  Nihon Jujutsu |  Kobudo | 

Wenn Sie mehr über die einzelnen Disziplinen der IMAF wissen möchten, klicken Sie bitte auf die betreffenden nebenstehenden links. Zusatzinfos finden Sie in der FAQ section.




Judo, der sanfte Weg wurde von Jigoro Kano insbesondere aus den alten Jujutsustilen Tenjin Shinyo-ryu, Kito-ryu, und Yoshin-ryu zu einem komplexen System entwickelt. Darin werden unter einem pädagogischem Aspekt die Rollen von Angreifer und Verteidiger gleichermassen geübt, so dass Judo ein Lebensweg sein kann, der von jedem Menschen beschritten werden kann und von dem jeder einzelne profitieren kann.

Das Judotraining besteht aus zwei wesentlichen Teilen, nämlich Randori und Kata. Randori oder freier Kampf wird unter Wettkampfbedingungen geübt. Dazu zählen nage-waza (Würfe), katame-waza (Festlegetechniken), osaekomi-waza (Festhaltetechniken), shime-waza (Würgetechniken), und kansetsu-waza (Hebeltechniken). Kata, wörtlich "Form" ist eine Abfolge bestimmter Techniken in festgelegter Reihenfolge mit einem Trainingspartner, und beinhaltet Würfe, Festhalter, Hebel, Schlagangriffe und Waffentechniken.





Kendo, der Weg des Schwertes ist ein relativ moderner Kampfsport, der auf dem traditionellen Kenjutsu basiert. Die Schriftzeichen für Kendo bedeuten "Schwert und Weg", also ein Lebensweg der der Übung des Kendo gewiedmet ist.

Die Samurai (Ritter) im mittelalterlichen Japan waren dazu angehalten, geschickt mit Waffen wie yari (Speer), naginata (Lanze) oder yumi (Bogen) umzugehen. Kenjutsu (Schwerttechnik) und Techniken ohne Waffengebrauch wie kumiuchi oder jujutsu wurden gleichermaßen geübt. Da jedoch das Schwert als die Seele des Samurai gilt nahm kenjutsu den wichtigsten Platz unter den traditionellen Kampftechniken in Japan ein.





Karatedo besteht aus den drei japanischen Schriftzeichen kara (leer), te (hand) und do (Weg). Der Weg des Karate entwickelt Körper, Geist und Persönlichkeit durch langjährige Übung.

Beim Training sind 3 Aspekte relevant: Kihon, das Training der Grundtechniken betont Stellungen, Atmung, Hand- und Beintechniken. Kata, wörtlich "Form" ist eine Abfolge bestimmter Techniken in festgelegter Reihenfolge und bildet den Schwerpunkt im Karatedo. Katatraining ermöglicht dem Übenden ein tiefes Verständnis für die Bedeutung der Grundtechniken und die Wichtigkeit von Atmung, Konzentration, Balance, Körperkoordination und geistiger Sammlung. Kumite erlaubt dem Übenden die gelernten Angriffs- und Verteidigungstechniken im freien Kampf zu erproben und damit Timing, Tempo und Präzision zu schulen. Durch hartes Training strebt der Übende Wahrhaftigkeit und Respekt vor anderen Menschen zu erlangen.





Aikido wird mit drei Schriftzeichen geschrieben, die "Weg der spirituellen Harmonie" bedeuten. Einen weiteren Einblick in die Seele des Aikido erlaubt die Formulierung: Vereinigung von Technik, Körper und Geist, die die tiefere Bedeutung des Aikido beschreiben soll.

In den Anfängen des Aikido, den Jahren vor dem 2. Weltkrieg, war es nur einem exklusiven Kreis von Trainierenden mit engen persönlichen Beziehungen zu Morihei Ueshiba möglich, Zugang zum Training zu erhalten. Erst in den Jahren ab 1950, unter Kisshomaru Ueshiba, dem Sohn und Nachfolger des Stilgründers wurde Aikido in Japan populärer.





Iaido, der Weg des Schwertes ist eine Kampfkunst, die ursprünglich ein Abkömmling des Kenjutsu, der "Kunst das Schwert zu führen" war. Es wurde im 15. und 16. Jahrhundert als Defensivtechnik entwickelt, um Überraschungsangriffe mit dem Schwert parieren zu können.

Der technische Übungsteil setzt sich aus unterschiedlichen Methoden zusammen, das Schwert zu ziehen, damit zu parieren, zu schneiden und es wieder in die Schwertscheide zurückzustecken. Im Training werden besonders Kata Techniken in festgelegter Reihenfolge geübt, die Abwehrtechniken gegen imaginäre Gegner darstellen. In jeder Kata wird die korrekte Handhabung des japanischen Schwertes in der direkten Anwendung geschult. Die geistige Schulung, die mit der körperlichen untrennbar verbunden ist, hat die Entwicklung einer starken Persönlichkeit, innerer Ruhe und seelischem Frieden zum Ziel.





Die traditionellen Kriegskünste bilden seit jeher einen wichtigen Teil der kulturellen Identität Japans. Schon auf Schriftrollen aus ältester Zeit findet man Abbildungen von Kriegern in der Schlacht, die die klassischen japanischen Waffen, wie Schwert, Bogen und Lanze verwenden. Es gibt aber auch Darstellungen von waffenlosen Kampfsystemen, ganz allgemein Jujutsu genannt.

Nihon Jujutsu ist ein modernes Kampfsystem zur Selbstverteidigung und Körperertüchtigung, das auf den Techniken basiert, die in alten und neuen Stilen von bewaffneten und waffenlosen Kampfsystemen verwendet werden. Im Training wird die Verbesserung der Körperkondition angestrebt, sowie Ausweichbewegungen, Schlagtechniken, Würfe und Festlegetechniken (z.B. durch Hebeltechniken) geübt. Das Training stellt auf unterschiedlichen Leistungsniveaus einen systematischen Zugang zur Selbstverteidigung dar, entwickelt Schnelligkeit, Gleichgewichtsgefühl und Kraft.





Die traditionellen japanischen Kampfkünste lassen sich in moderne Stile, gendai budo und alte Stile, koryu budo oder auch Kobudo genannt, einteilen. Die Meijirestauration von 1868, die die Modernisierung Japans eingeleitet hatte, bildet die zeitliche Grenze zwischen altem und neuem Budo.

Kobudo Stile oder Ryu folgen den alten Kampftraditionen und verwenden die klassischen Waffen wie z.B. Schwert, Speer, Bogen, Naginata, Kusarigama, Shuriken, Stockwaffen unterschiedlicher Länge, Sai, Kama Tonfa und viele andere.




















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